Aktuell

Von großen Pflanzenfressern bewohnte
"Wilde Weiden" sind seit Millionen Jahren prägend für unsere Landschaft und ihre Lebensgemeinschaften wilder Pflanzen und Tiere. Auch heute spielen sie im Naturschutz eine große Rolle, wie auch die Beispiele aus Wasserhausen und der Quakenbrücker Mersch zeigen. Leider werden heute immer noch solche ökologisch wertvollen Grünlandflächen, zum Beispiel in der Quakenbrücker Mersch, mit ökonomischen Begründungen zerstört. Der hier präsentierte Aufsatz wurde veröffentlicht in "Menslager Hefte, Heft 39, Seiten 54 bis 79, Heimatverein Menslage im Dezember 2025".

Das Tiny Observatorium – Mit mobiler Sternwarte gegen Lichtverschmutzung, unter dieser Überschrift findet vom 13.1. bis 7.2. die vorstehende Veranstaltungsreihe auf dem Segelflugplatz Quakenbrück statt. Rolf Wellinghorst wird in seinem Vortrag "Faszination Insekten" auch auf die nachtaktiven Insekten und ihre Probleme mit der Lichtverschmutzung eingehen.
Weitere Vorträge und Exkursionen von Rolf Wellinghorst in nächster Zeit:
Vortrag: "Bionik - die Natur macht's vor" VHS Osnabrücker Land Quakenbrück, Kurs 261-180801, am 9.2.2026 um 18.00 Uhr in Quakenbrück, Anmeldung über VHS Osnabrücker Land
Vortrag: "Kulturgeschichte Artland" am 12.3. um 19.00 Uhr im Heimathaus Nortrup
Vortrag: "60 Jahre Ahnenforschung als Hobby – Von unserer Verwandtschaft mit Taylor Swift bis zur Verwandtschaft der Berger Tuchhändlerfamilien" am 25.3.2026 um 19.00 Uhr im Heimathaus Berge
Exkursion: "Landpartie – auf den Spuren von Heike Götz im Historischen Freilandlabor Wasserhausen" am 25.4.2026 um 14.00 Uhr; Anmeldung über Heimatverein Quakenbrück

Quakenbrück im Artland im Jahr 1997: In Bildmitte sieht man Quakenbrück von Westen, im unteren Drittel des Fotos sieht man links das Halberbe Wellinghorst an der Kleinen Hase, in der Mitte das Halberbe Vortmann (heute Jäger) und rechts die Friedhorst und den Sportplatz von Groß Mimmelage.
Die Kultur- und Siedlungsgeschichte unserer Region umfasst einen Zeitraum von etwa 6000 Jahren. Beginnend in den Bachtälern der Ankum-Bippener und Dammer Berge während der Jungsteinzeit erschloss der sesshaft werdende Mensch nach und nach auch das Hasedelta weiter nördlich. Diese Region ist heute das Kerngebiet des Artlands. Mich hat es schon in meiner Jugend fasziniert, die wenigen Kenntnisse aus Archäologie, Pollenanalyse und seit etwa 1000 Jahren auch aus schriftlichen Quellen und Karten wie Puzzleteile zu einem sinnvollen Bild der Kultur- und Landschaftsgeschichte zusammenzufügen. Dabei konnte ich bereits damals die schriftlich vorliegenden Puzzlebilder einiger hervorragender und z.T. lange vor mir aktiver Heimatforscher wie Hamelmann, Hardebeck, Dühne, Rothert, Dobelmann, Pohlsander, Berner u.a. nutzen. Zusammen mit mir gingen einige weitere Heimatfreunde, zum Teil mit hervorragenden Ergebnissen, in den letzten Jahrzehnten auf Reisen in die Vergangenheit. Hierzu gehörten Klaus Mueller (Bauern, Plaggen, Neue Böden), Jürgen Espenhorst (Zeitreise ins Mittelalter; zwei Bände), Udo Hafferkamp (Kirchspiel Berge, Tuchmacherwesen u.a.), Heinrich Böning (Quakenbrück und das Artland) sowie Ronald und Gerrit Voortman (
www.vortmes.nl; Abschriften von Kirchenbüchern und historischen Quellen aus dem Artland). Da Mueller belegte, dass die Eschkultur in unserer Region und damit der Einsatz des Wendepfluges vor 1000 Jahren begann und Espenhorst anhand der Karten von Du Plat für Rüsfort und das südliche Artland die rechteckigen Ackerparzellen (Blockfluren, die noch mit dem Hakenpflug bearbeitet wurden) des früheren Mittelalters und damit die Ursprungsorte der sächsischen Siedlungen aufspürte, wurden die zuvor veröffentlichten Publikationen in den vergangenen Jahrzehnten durch einige spannende neue Kenntnisse und Hypothesen ergänzt oder modifiziert. Für die noch schriftenlose sächsische Zeit geben hin und wieder auch Flur- und Ortsnamen oder über Jahrhunderte weitergegebene Sagen kleine Hinweise zur Kulturgeschichte. Gerrit und Ronald Voortman ist es zu verdanken, dass uns die Kirchenbücher des Artlands, die Rechercheergebnisse von Pohlsander und viele regionale Volkszählungslisten und Urkunden aus den vergangenen 400 Jahren und darüber hinaus für unsere Forschung heute in digitaler Form zur Verfügung stehen. Die neuen Erkenntnisse und Materialien machten auch meine eigenen Projekte wie "Kulturgeschichte Artland" und "Artland-Genealogie Quakenbrück (AGQ)" erst möglich.
Eine neue Publikationsreihe mit Hypothesen, die sicher alle Heimatforscher unserer Region bei ihrer Arbeit anregen wird, kündigt nun Ronald Voortman auf Facebook an indem er schreibt: Es ist soweit - Ein Meilenstein für die Artland-Forschung! Nach über 50 Jahren intensiver Archivarbeit und Forschung freut sich Ronald Voortman, heute – am 28. Dezember 2025 – den offiziellen Start des Artland-Projekts auf der
Website von Donkey Books bekannt zu geben. Hinter dieser Reihe "Quellen zur Frühen Geschichte des Artlandes" steht das Lebenswerk von Jan Gerrit Voortman († 2009). Wir öffnen heute die Tore zu einer der exklusivsten Sammlungen der Region. Von den ersten Siedlungsspuren um 700 n. Chr. bis hin zu tiefen Einblicken in die lutherischen Kirchspiele – dies ist das neue Referenzwerk für jeden Historiker und Familienforscher. Ein kurzer Film von Ronald Voortman widmet sich der Entwicklung und
Blütezeit von Groß Mimmelage im Mittelalter und liefert bereits eine Menge Informationen und Hypothesen zu unserer mittelalterlichen Geschichte im Artland. Spannend in dem Zusammenhang könnten z.B. die aktuellen archäologischen Untersuchungen im Bereich der überregionalen unterirdischen Stromtrasse westlich von Quakenbrück sein. Fände man hier Hinweise auf Wikinger im Umfeld der Kleinen Hase westlich von Quakenbrück oder auf eine mittelalterliche Wehrburg im Bereich der Frehorst (Friedhorst) in Groß Mimmelage, so wäre das eine wunderbare Bestätigung für Voortmans Hypothesen.
In einem Vortrag beim
Heimatverein Rieste nahm Rolf Wellinghorst die Besucher mit auf eine Reise durch seine Familiengeschichte und Ahnenforschung.











